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10 Schritte für eine starke Psyche

Corinne Dubacher
Corinne Dubacher
Für eine gesunde und starke Psyche ist es wichtig, gut auf sich zu schauen. Die «Zehn Schritte für deine psychische Gesundheit» unterstützen dich dabei mit vielen Tipps.

Uns allen geht es mal schlecht. Niemand ist von morgens bis abends immer gut gelaunt. Wir sollten aber darauf achten, dass die negativen Gedanken und Gefühle schnell wieder verschwinden und nicht zum Dauerzustand werden. Diese zehn Schritte helfen dir dabei, mental gesund zu bleiben:

«Zehn Schritte für deine psychische Gesundheit»

Aktiv bleiben

Mit Sport und Bewegung bleiben wir nicht nur körperlich fit und stählen unsere Muskeln, sie tun auch der Seele gut. Dabei verlangt niemand von uns, dass wir einen Marathon laufen oder täglich Yoga machen (obwohl beides guttut, wie du hier und hier nachlesen kannst).

 

Auch beim Spazieren kann man wunderbar den Kopf lüften. Dabei hilft es, einfach mal ohne bestimmtes Ziel loszulaufen und dabei sprichwörtlich neue Wege zu gehen und so die gewohnte Umgebung aus einem frischen Blickwinkel zu betrachten. Spazieren ist nicht so deins? Überlege dir, was dir Spass macht: zum Beispiel Auspowern im Fitnessstudio, Joggen, Schwimmen, Tanzen, Klettern, Wandern? Und gönne dir mehrmals pro Woche (ideal sind dreimal) eine Bewegungseinheit à je 30 Minuten.

Neues lernen

Neues zu lernen, macht Spass, erweitert den Horizont, gibt frische Impulse und stärkt das Selbstbewusstsein. Und zwar in jedem Alter. Vielleicht willst du eine neue Sprache lernen, Tango tanzen, eine Kurzgeschichte schreiben, dich beruflich weiterbilden? Die folgenden Fragen können dir dabei helfen, herauszufinden, was du möchtest und wie du dein Ziel erreichen kannst:
 

  • Was kann ich gut und wie möchte ich dieses Talent nutzen?
  • Welche Fähigkeit möchte ich gerne verbessern? Was hält mich davon ab?
  • Was will ich gerne können? Was brauche ich dazu?

Um Hilfe fragen

Der Arbeitsberg wächst und wächst? Du merkst, dass du innerlich unruhig und gestresst bist? Hol dir Hilfe, vertraue dich deinen Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten an. Und sag auch mal Nein, denn niemand muss alles alleine stemmen. Du fühlst dich nicht gut, hast eine persönliche Krise oder möchtest Informationen über psychische Krankheiten?

 

>> Die Expertinnen und Experten von Pro Mente Sana unterstützen dich telefonisch und online

Sich selbst annehmen

Niemand ist perfekt. Und doch ist es nicht immer ganz einfach, sich selbst so anzunehmen, wie man ist. Selbstliebe ist ein Prozess. Sie passiert nicht von heute auf morgen, aber sie passiert. Pflege die Freundschaft mit dir selbst, es lohnt sich. Lerne dich besser kennen und feiere all deine Erfolge, egal, wie klein sie dir im Moment erscheinen mögen.

Fünf Tipps für mehr Selbstvertrauen:

  • Führe Tagebuch und schreibe jeden Abend drei Dinge auf, die dir heute besonders gut gelungen sind.
  • Schlecht aufgestanden? Versuche die «High-five-Methode»: Hört sich vielleicht lustig an, kann aber tatsächlich helfen, sich für den Tag zu motivieren: Sein Spiegelbild anlächeln und sich selbst ein High  five geben.
  • Etwas klappt nicht auf Anhieb? Sei nicht so streng zu dir selbst (und anderen). Denn wie gesagt: Niemand ist perfekt.
  • Vergleiche dich nicht mit anderen, sondern schätze deinen persönlichen Stärken. Dieser Test der Uni Zürich hilft dir, deinen eigenen Stärken zu erkennen.
  • Erinnere dich an all deine Erfolge der letzten Woche, der letzten drei Monate, der letzten drei Jahre und schreibe sie auf.

Kreativ werden

Kreativität steckt in uns allen! Durch kreatives Tun können wir abschalten, Spannungen abbauen, die Hektik des Alltags hinter uns lassen. Frage dich, was du besonders gut kannst und worin du dich kreativ ausleben möchtest. Probieren geht dabei über Studieren.

 

Du bastelst, töpferst oder gärtnerst gerne und möchtest schon lange ein Do-It-Yourself-Projekt umsetzen? Dann tu es! Kochen entspannt dich? Nimm dir die Zeit dafür. Du liebst es, zu singen und zu musizieren? Behalte das unbedingt bei.

 

Sich entspannen

Zur Ruhe kommen, die Batterien wieder aufladen – das ist so wichtig für die psychische Gesundheit. Stelle dir die folgenden Fragen: Nimmst du dir im Alltag genügend Zeit zum Entspannen? Hast du einen Ort, an den du dich zurückziehen kannst? Wie kannst du am besten abschalten (z. B. beim Lesen, Musik hören, Sport machen, Meditieren, Spazieren, auf dem Sofa, beim Schlafen ...)?

 

Manche powern sich gerne im Fitnessstudio aus, andere schwören auf Power Naps – kurze Nickerchen – und wiederum andere finden in den Bergen die nötige Erholung oder nehmen ein heisses Bad. Entspannung ist sehr individuell. Finde heraus, was dir persönlich guttut.

 

Darüber reden hilft

Über Sorgen und Ängste zu reden, wirkt befreiend. Genauso schön ist es, freudige Momente mit jemandem zu teilen. Wenn die Frage «Alles gut bei dir?» nicht als Floskel gebraucht wird, sondern eine ehrliche Antwort zulässt, kann echter Austausch entstehen, der für beide Seiten wertvoll ist. Manchmal weiss man nicht genau, wie man ein Gespräch anfangen oder wie man darauf reagieren soll.

Hier findest du Gesprächstipps für verschiedene Situationen im Alltag:

https://www.wie-gehts-dir.ch/

Sich nicht aufgeben

«Die Krise als Chance sehen» – solche Weisheiten mag man nicht mehr hören, aber sie haben etwas. In schwierigen Zeiten ist es wichtig, nicht den Mut zu verlieren. Und sich die Zeit zu geben, die man braucht, um wieder auf die Beine zu kommen und weiterzumachen – Schritt für Schritt. Dabei ist es gut zu wissen, auf wen man sich in Krisenfällen verlassen kann. Welche «Rettungsringe» gibt es für dich? Weisst du, wo du professionelle Hilfe holen kannst? Oder kennst du Menschen, die gefährdet sind, sich selbst aufzugeben? Bei Pro Mente Sana findest du kostenlose Unterstützung für dich und andere.

Freundschaften pflegen

Umgib dich mit Menschen, die dich unterstützen, die sich mit dir freuen und dir ein gutes Gefühl geben. Das lädt die Batterien im Nu wieder auf. Frage dich nach jedem Treffen, wie das für dich war, wie du dich fühlst und was die Freundschaft dir bedeutet. Im besten Fall überkommt dich ein Gefühl tiefer Entspanntheit und Dankbarkeit. Bei überwiegend negativen Gefühlen ist es vielleicht an der Zeit, den Kontakt zu reduzieren oder sogar ganz abzubrechen.

Sich beteiligen

Zusammen mit anderen macht vieles mehr Spass. Sei es Sport, Musik oder Freiwilligenarbeit (z. B. in einem Tierheim oder in einer sozialen Einrichtung). Das Gefühl gebraucht, akzeptiert und wertgeschätzt zu werden, ist unbezahlbar. Bestimmt gibt es auch in deiner Nähe eine Gruppe oder eine Organisation, in der du dich gut aufgehoben fühlst und dich aktiv beteiligen kannst.

 

Der erste Schritt, einer neue Gemeinschaft beizutreten, braucht manchmal etwas Mut – doch in den allermeisten Fällen kann man später darüber lachen und fragt sich, warum man es nicht schon früher gemacht hat.

 

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