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Wissenswertes zu den Prämien 2023

Bewaffnete Konflikte und Inflation machen unser Leben teurer. Dazu kommen die Nachholeffekte der Corona-Pandemie. All das bekommen wir nun auch bei den Krankenkassenprämien zu spüren. Diese steigen auf 2023 hin überdurchschnittlich. Bei den Zusatzversicherungen müssen gewisse defizitäre Modelle nach Jahren der stabilen Prämien angepasst werden.

Bei Visana steigen die Prämien unter­durchschnittlich

Was Experten bereits seit längerem vorausgesagt haben, haben am 27. September nun auch Bundesrat Berset und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestätigt: Die Prämien bei der obligatorischen Krankenversicherung werden nach den letzten beiden, eher moderaten Prämienjahren auf 2023 hin wieder stärker steigen, und dies um durchschnittlich 6,6 Prozent.

Die Gründe für die höheren Grundversicherungsprämien sind:

  • die infolge der Pandemie und überhöhter Medikamentenpreise überdurchschnittlich gestiegenen Gesundheitskosten im Jahr 2021
  • die behördliche Vorgabe, die Prämienbelastung während der Pandemie über das Angebot knapp kalkulierter Prämien und den Abbau von Reserven möglichst tief zu halten
  • die ungünstige Entwicklung an den Finanzmärkten, die zu einer weiteren Reduktion der Reserven führt
  • der politisch gewollte Effekt, dass immer mehr Behandlungen ambulant und nicht mehr stationär erfolgen, was zu einer zusätzlichen Belastung der Grundversicherung (anstelle der Kantone) führt.


Visana steht mit einer durchschnittlichen Prämienerhöhung von 6 Prozent im Marktvergleich gut da.

Die Entwicklung der Grundversicherungsprämien auf einen Blick

Wie die gesamte Branche wird auch die Visana Gruppe ihre Prämien erhöhen müssen. Für Visana-Kundinnen und -Kunden ergibt sich das folgende Mengengerüst:

  • Über 55 Prozent aller Versicherten der Visana-Gruppe werden Prämienaufschläge haben, die unter 8 Prozent liegen.
  • Über 80 Prozent aller Versicherten werden Prämienaufschläge haben, die unter 10 Prozent liegen.


Ein Teil der Aufschläge liegt in der Kürzung der sogenannten Modellrabatte begründet. Diese Rabatte richten sich nach den Gesundheitskosten innerhalb eines Modells. Das heisst, je tiefer die Gesundheitskosten, desto höher der gewährte Rabatt. Die Rabatte müssen jährlich dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) vorgelegt werden. Sind die Rabatte zu hoch, interveniert das BAG.

Prämien variieren von Kanton zu Kanton

Das Kosten- und damit das Prämienwachstum in einer Region ist umso stärker, je höher sich die Ärzte- und Spitaldichte präsentiert. Das heisst, je mehr Leistungserbringer, also Ärzte, Spitäler oder Apotheken es in einem Kanton oder in einer Region gibt, desto höher sind dort die Gesundheitskosten und somit auch die Krankenversicherungsprämien.

Das Prinzip der Sozialen Krankenversicherung sieht ausserdem vor, dass sich die Versicherer ihre Kundinnen und Kunden in der Grundversicherung zu Recht nicht aussuchen können. Aus diesem Grund ist auch die Versichertenstruktur in den einzelnen Visana-Kassen sowie in den einzelnen Prämienregionen verschieden, was wiederum einen Einfluss auf die Entwicklung der Leistungskosten und somit die Prämien hat.

Wie werden 100 Prämienfranken eingesetzt?

Haben Sie gewusst, dass 96 Prozent der Prämiengelder der Grundversicherung für die Begleichung der Gesundheitskosten bei den Leistungserbringern wie Ärzte, Spitäler oder Therapeuten eingesetzt werden?

Nur gerade 4 Prozent fallen in Form von Verwaltungskosten bei den Versicherern an. Visana ist bestrebt, diese Verwaltungskosten weiterhin tief zu halten.

Moderate Prämienanpassungen bei gewissen Zusatzversicherungen

Bei den Zusatzversicherungen sind nach zahlreichen stabilen Prämienjahren im Heilungskostenbereich Tarifanpassungen in einzelnen Produkten nötig. Namentlich betroffen sind die Produkte Zahnbehandlung, Basic Allgemein und Halbprivat sowie Basic Flex. Rund 15 Prozent der Zusatzversicherten wird auf 2023 hin eine Prämienerhöhung von monatlich durchschnittlich 10 Franken erfahren. Positiv: Das revidierte Versicherungsvertragsgesetz (VVG) stärkt seit dem 1. Januar 2022 die Rechte der Versicherten, sowohl bei der Krankenzusatzversicherung als auch bei allen Sachversicherungen.

Das ändert sich ab 1. Januar 2023

Für das Jahr 2023 ergeben sich vereinzelt Änderungen bei Ihrer Krankenversicherung.

Rechnungsversand

Die Januarrechnung ist in zwei Tranchen aufgeteilt:

  • Am Wochenende vom 26./27. November 2022 werden die Rechnungen für Halbjahres- und Jahreszahler aufbereitet.
  • Am Wochenende vom 3./4. Dezember 2022 werden die Rechnungen für Monats-/Zweimonats- und Vierteljahreszahler verarbeitet.

Der Versand erfolgt in der jeweiligen Folgewoche. Aufgrund der Weihnachtsfeiertage ist es möglich, dass ein Teil der Rechnungen nach dem 26. Dezember 2022 bei Ihnen eintrifft.

Rückverteilung von Umweltabgaben

Der Bund erhebt Lenkungsabgaben auf umweltbelastenden Stoffen. Dieses Geld fliesst via Krankenversicherer an die Bevölkerung zurück. Sie erhalten deshalb im Jahr 2022 einen Betrag in der Höhe von 61.20 Franken, der mit den Prämien Ihrer Grundversicherung verrechnet wird.

Altersgruppenwechsel in der Grundversicherung

Kundinnen und Kunden mit Jahrgang 2004

Bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten Sie einen grosszügigen Kinderrabatt. Aus gesetzlichen Gründen wechseln Sie mit dem 18. Geburtstag per 1. Januar des Folgejahres die Altersgruppe, was zu einem Prämienanstieg führt. 


Kundinnen und Kunden mit Jahrgang 1997

Wenn Sie das 25. Altersjahr vollendet haben, dürfen wir Ihnen gemäss Krankenversicherungsgesetz keinen Jugendrabatt mehr gewähren. Sie werden in die gesetzlich vorgeschriebene Erwachsenenprämie umgeteilt. Für eine günstigere Prämie empfehlen wir Ihnen die Wahl einer höheren Franchise. visana.ch/sparen

 

Altersgruppenwechsel in den Zusatzversicherungen

Die Höhe der Prämien wird bei fast allen Zusatzversicherungen aufgrund des Alters festgelegt, und zwar mit Abstufungen von jeweils fünf Jahren. Die konkreten Abstufungen finden Sie hier.

 

Für klärende oder weiterführende Informationen dürfen Sie gerne auf nachfolgende Broschüren zurückgreifen oder uns direkt kontaktieren (siehe Kontaktangaben auf Ihrer Police). Wir beraten Sie gerne.

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